FLORA

 

Israels exotische Pflanzenwelt umfaßt an die 2250 verschiedene Pflanzenarten , von denen viele erst durch die Wiederbelebung des Bodens innerhalb der letzten vier Jahrzehnte neu erblüht sind. Dutzende wilder Blumen erblühen schon im Januar und beleben Hügel und Felder mit berauschenden Farben und Düften. Sie stehen unter Naturschutz, so zum Beispiel die seltene, dunkelbraune Iris, der Hahnenfuß, die Bergtulpe, und die gewöhnliche Anemone, die Galiläa und die Judäischen Berge in eine bunte Pracht verwandeln.

 

Weiters gibt es noch die zarte Persische Zyklame, die weiße Madonnenlilie und die gesprenkelte Iris von Nazareth. Kakteen findet man überall, arabischen Dörfern dienen sie als Umzäunung. Der "Keren Hajessod Le Israel" hat Tausende Hektar felsiger Hügel in dichte Nadelwälder mit Pinien, Zypressen und Pappeln verwandelt. Der Australische Eukalyptus hat die Sümpfe trockengelegt und die Erosion im dürren Süden gestoppt.

 

Die Sykomore, die sich zu Salomonischen Zeiten über weite Teile des Landes erstreckte, findet man heute vor allem südlich von Aschkelon. Im westlichen Galiläa wimmelt es von Johannisbrotbäumen mit ihren dicken, lederartigen Blättern und von Judasbäumen, die lila-rosa Blüten tragen.

 

Auf fast allen Bergen wachsen immergrüne Palästinaeichen, dern Wurzeln in in den Dolomit- und Kalksteinboden eindringen. In den Wüstenstrichen findet man wiederum ganz andere Gattungen. Der an Löß reiche, doch wenig kalkhaltige Boden in der Gegend um Beerschewa bietet nur niedrigem Gestrüpp und Zwergbüschen Nahrung.

 

Der Mergel- und Basaltboden des Bet Schean Tales und des Unteren Jordantales trägt den tiefwurzeligen Lotusbaum und viele Sträucher. Dornenreiche Akazien markieren den Weg plötzlicher Wasserschwälle im Negew. Auch findet man im Negew vereinzelt Tamarisken. Den sonnengebadeten und an Süßwasser reichen Oasen von Jericho und Ein Gedi verleihen Lotusbäume eine ndere Schönheit.