DAS LAND

 

Israel ist von Meer, Wüste und Bergen umgeben. Seine Westgrenze ist das Mittelmeer; im Norden grenzt es an den Libanon, im Nordosten an Syrien, Im Osten an Jordanien und im Süden an Ägypten.

 

Topographie

 

Ein moderner Düsenjäger kann Israel in weniger als einer Minute überfliegen, und doch ist Israels Landschaft ebenso vielfältig wie die Europas. Im wesentlichen gliedert sich das Land in fünf Abschnitte: die Küstenebene,die Berge, den Jordangraben, den Negew und die Golanhöhen.

 

Die Küstenebene

 

Sanft steigen die Sanddünen der Mittelmeerküste im Süden an, werden im Zentrum steiler und erheben sich an der Nordwestspitze des Landes zu steilen weißen Kalksteinklippen. Fast linienförmig verläuft die Küstenebene von Norden nach Süden, unterbrochen nur von der weit landeinwärts schwingenden Bucht von Haifa und den zahlreichen kleineren Buchten und Einschnitten im nördlichsten Teil. Die 54 km lange Scharonebene ist 16 km breit und eignet sich dank ihres milden Klimas besonders zum Anbau von Zitrusfrüchten.

 

Die Berge

 

Im übrigen Teil des Landes gibt es fast überall Berge, die sich durch Form und Klima stark voneinander unterscheiden. Im Norden des Landes: Das Obere Galiläa mit bis zu 1000 m hohen Gipfeln; Erdbewegungen und -beben haben Schluchten, Kämme, einsame Gipfel und Becken entstehen lassen. Die sanften Hügel des Unteren Galiläa (durch das Hakeremtal vom Oberen Galiläa getrennt) steigen nicht mehr als 600 m an. Die Ebenenen Jesreel und Harod, Verzweigungen des Afro-Syrischen Grabens, Trennen das Untere Galiläa von den mittleren Bergkämmen. Im Zentrum des Landes Erheben sich, gekrönt von Jerusalem, die Judäischen Berge. 65 km weit erstrecken sich ihre Ausläufer in den Westen hinein und erreichen im Osten eine Höhe von 400 m. Eingebettet in diese Hügelkette sind die Täler Ajalon, Sorek und Elah. In der Judäischen Wüste nehmen die Hügel einen anderen Charakter an. Die vormals sanften Abhänge fallen beim Toten Meer in steilen Felswänden ab und verengen sich zu grandiosen, im Winter mit Wasser gefüllten, Schluchten.

 

Der Jordangraben

 

394 m unter dem Meeresspiegel liegt das Tote Meer, der tiefste Punkt der Erde. Es ist ein Teil des syrisch-ostafrikanischen Grabensystems, einem der längsten Einschnitte in die Erdkruste, der 6500 km lang die Türkei, Syrien und Israel durchschneidet und durch den Golf von Elat und Afrika bis hinunter zum Sambesifluß reicht. Der am Festland gelegene Teil des Grabens bildet Israels südöstliche Grenze, die von der Aravasenke im Süden, über das Tote Meer, das Jordantal und See Genezareth (Kineret) bis zum Huletal im Norden reicht.

 

Der Negew

 

12000 qkm umfaßt das Dreieck, dessen Basis über BeerSchewa liegt und dessen Scheitel Elat bildet. Viele von Felswänden umschlossene Schluchten zerklüften die im Süden gelegenen Berge von Elat. Darüber erstreckt sich das größtenteils flache Paran Plateau mit seinen majestätischen Böschungen und Felssäulen zu beiden Seiten des Paran - des größten "Flusses" des Landes; der Paran ist fast das ganze Jahr lang trocken; sein Bett ist 240 km lang und stellenweise 3 km breit. Die Berge des mittleren Negew, durch den Zin Krater in einen oberen und einen unteren Abschnitt unterteilt,erheben sich mitunter bis zu 1000 m. Hier liegen auch der Ramon Canyon (im Süden), sowie größere und kleinere Krater (im Norden). Ein Drittel des nördlichen Negew, der von 50 m Höhe im Westen bis zu 500 m im Osten ansteigt und der auch die Gegend rund um Beerschewa erfaßt, besteht aus Sanddünen.

 

Die Golanhöhen

 

Die Golanhöhen sind ein vulkanisches Hochplateau in der nördlichsten Ecke Israels östlich des Jordanflusses. Der Israelische Teil davon umfaßt ein Gebiet von 11200 qkm. Die westlichen Hänge ragen 900 m über dem Jordangraben und israelischen Siedlungen und Städten empor. Die zentrale Hochebene ist umgeben von Vulkanfelsen, die sich zu beeindruckenden Hügelketten und tiefen Einschnitten formieren und übersät mit Basaltgestein sind.